Medizinisch geprueft Medizinisch geprüftDie medizinischen Inhalte dieser Seite wurden von OA Dr. Philipp Reb, MSc geprüft.

Sehnen-Release

Auf einen Blick

Chronische Sehnenbeschwerden operativ lösen

  • Ambulant
  • Regional-/Lokalanästhesie
  • Frühe aktive Bewegung
  • Mehr Beweglichkeit
Symbol Sehnen-Release

Der Sehnen-Release ist die operative Behandlung bei chronischem Tennis­ellenbogen (Epicondylitis lateralis) oder Golfer­ellenbogen (Epicondylitis medialis). Ich löse den geschädigten Sehnenansatz teilweise oder vollständig vom Knochen, entferne das degenerativ veränderte Sehnengewebe und entlaste so den chronisch gereizten Bereich. Sinnvoll ist der Eingriff, wenn konservative Therapien wie Stoßwellen­therapie, PRP oder Cortisoninfiltration über Monate keine ausreichende Besserung gebracht haben. Ziel ist eine langfristige Schmerzreduktion.

Schritt für Schritt

Ablauf der Operation

1

Betäubung

Der Eingriff erfolgt unter Regionalanästhesie (Plexusanästhesie). Dabei betäube ich nur den Arm, Sie bleiben wach und entspannt.

2

Zugang

Über einen kleinen Schnitt stelle ich den betroffenen Sehnenansatz am Epicondylus (dem Knochenvorsprung am Ellenbogen) dar.

3

Sehnen-Release

Das degenerativ veränderte Sehnengewebe identifiziere ich und entferne es. Bei Bedarf refixiere ich den Sehnenansatz, sodass er sich nach der Heilung wieder belastbar an den Knochen anlegt.

Vor dem Eingriff

Vorbereitung

Befunde

Bringen Sie aktuelle Befunde zum Vorgespräch mit: Röntgenbilder, MRT und Ultraschall des Ellenbogens.

Medikamente

Besprechen Sie blutverdünnende Medikamente vorab mit mir. Gemeinsam klären wir das richtige Absetzschema.

Nüchternheit

Am OP-Tag müssen Sie nüchtern sein: mindestens sechs Stunden vor dem Eingriff weder essen noch trinken.

Begleitperson

Organisieren Sie eine Begleitperson für den Heimweg. Nach einer Regionalanästhesie sollten Sie nicht selbst Auto fahren.

Gut zu wissen

Weitere Informationen

Aufenthalt

Den Sehnen-Release führe ich tagesklinisch (ambulant) durch. Sie können die Klinik am selben Tag wieder verlassen.

Erholung und Ausfallzeit

Rechnen Sie mit einer Ausfallzeit von 6 bis 8 Wochen bis zur vollen Belastbarkeit. Leichte Tätigkeiten sind meist früher möglich. Den genauen Verlauf bespreche ich mit Ihnen vor dem Eingriff.

Mögliche Risiken

Wie bei jedem operativen Eingriff gibt es Risiken wie Infektion, Nachblutung oder eine vorübergehende Schwellung. Ich bespreche diese im Aufklärungsgespräch mit Ihnen.

"Beim Tennis­ellenbogen versuche ich immer zuerst konservativ zu behandeln. Wenn sich nach Monaten nichts bessert, kann die Operation helfen. Die Entscheidung treffe ich gemeinsam mit dem Patienten."

– OA Dr. Philipp Reb, MSc

OA Dr. Philipp Reb, MSc
Operatives Team bei einem handchirurgischen Eingriff

Therapieoptionen

Konservativ oder operativ?

Der Sehnen-Release ist der letzte Schritt bei chronischer Epicondylitis. Vorher schöpfe ich immer die konservativen Optionen aus: Stoßwellen­therapie, Eigenblut­therapie (PRP), Cortisoninfiltration und Physiotherapie. Ich operiere erst, wenn diese Maßnahmen über mehrere Monate keine ausreichende Besserung gebracht haben.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Sehnen-Release

Wenn konservative Therapien (Stoßwelle, PRP, Cortison, Physiotherapie) über mehrere Monate keine ausreichende Besserung gebracht haben und die Beschwerden den Alltag oder die Berufstätigkeit einschränken.
Rechnen Sie mit 6 bis 8 Wochen bis zur vollen Belastbarkeit. Leichte Tätigkeiten sind meist früher möglich.
In der Regel eine Regionalanästhesie (Plexusanästhesie): Ich betäube nur den Arm.
Ich operiere am AUVA-Traumazentrum Lorenz Böhler oder in einem der Belegspitäler: Privatklinik Döbling, Rudolfinerhaus, Evangelisches Krankenhaus oder Hera.
Ein Rezidiv ist möglich, aber selten.
Ich bin Wahlarzt. Die Operationskosten besprechen wir vorab transparent; bei privater Zusatzversicherung ist häufig eine vollständige Rückerstattung möglich.