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Über­lastungs­syndrome an Hand & Ellenbogen

Auf einen Blick

Wenn Sehnen, Bänder und Gelenke über ihre Grenzen kommen

Überlastungssyndrome an Hand & Ellenbogen

Über­lastungs­syndrome entstehen, wenn Sehnen, Bänder oder Gelenke an Hand und Ellenbogen dauerhaft über ihre Belastungsgrenze hinaus beansprucht werden. Typische Folgen sind schmerzhafte Entzündungen, Sehnenreizungen oder Gelenkverschleiß. Ich verbinde eine gründliche Diagnostik per Ultraschall mit gezielter Therapie, um die Beschwerden dauerhaft zu lindern und Ihre Belastbarkeit wiederherzustellen.

In vielen Fällen lassen sich Über­lastungs­syndrome konservativ in den Griff bekommen. Liegen strukturelle Veränderungen vor, die auf konservative Maßnahmen nicht ansprechen, kann ein operativer Eingriff sinnvoll sein.

Anzeichen

Woran erkennt man ein Über­lastungs­syndrom?

Belastungsabhängige Schmerzen an Hand­gelenk, Fingern oder Ellenbogen, die in Ruhe nachlassen

Morgensteifigkeit, die sich nach einigen Minuten Bewegung bessert

Druckempfindlichkeit über Sehnenansätzen, etwa an der Außen- oder Innenseite des Ellenbogens

Kraftverlust beim Greifen, Drehen oder Heben

Schwellung oder Überwärmung im betroffenen Bereich

Schmerzen, die bei bestimmten Bewegungen zuverlässig auftreten, etwa beim Aufdrehen eines Deckels oder Tippen auf der Tastatur

Hintergrund

Ursachen & Diagnose

Wie entsteht ein Über­lastungs­syndrom?

Überlastungssyndrome an Hand und Ellenbogen entstehen durch wiederholte, gleichförmige Bewegungen über einen längeren Zeitraum. Häufige Auslöser sind intensive Bildschirmarbeit, handwerkliche Tätigkeiten, Musikinstrumente oder Sportarten mit hoher Griffbelastung wie Tennis, Golf oder Klettern. Auch eine plötzliche Steigerung des Trainingsumfangs ohne ausreichende Erholung kann Sehnen und Gelenkstrukturen überfordern.

Wie wird ein Über­lastungs­syndrom festgestellt?

Ich frage Sie gezielt nach Ihren Tätigkeiten, dem zeitlichen Verlauf der Beschwerden und Ihren Belastungsmustern. Per Ultraschall beurteile ich den Zustand von Sehnen, Sehnenansätzen und Gelenkstrukturen direkt. Bei Verdacht auf Knorpelschäden oder knöcherne Veränderungen veranlasse ich ergänzend ein Röntgen oder MRT, um die Behandlung gezielt zu planen.

"Über­lastungs­syndrome haben fast immer einen Auslöser, den man erkennen kann. Wenn wir verstehen, welche Bewegung oder Belastung das Problem verursacht, können wir die Therapie gezielt darauf abstimmen."

– OA Dr. Philipp Reb, MSc

OA Dr. Philipp Reb, MSc
OA Dr. Philipp Reb im Patientengespräch

Wann zum Arzt

Wann sollten Sie einen Handchirurgen aufsuchen?

Vereinbaren Sie einen Termin, wenn Schmerzen an Hand, Hand­gelenk oder Ellenbogen bei Belastung regelmäßig auftreten und sich trotz Schonung nicht bessern. Halten die Beschwerden über mehrere Wochen an oder lässt Ihre Griffkraft spürbar nach, sollten Sie das abklären lassen. Eine frühe Diagnostik hilft, chronische Verläufe zu vermeiden und die passende Therapie rechtzeitig einzuleiten.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zu Über­lastungs­syndromen

Eine Sehnen­scheiden­entzündung ist eine häufige Form des Überlastungssyndroms, bei der die Sehnenscheide entzündet ist. Überlastungssyndrom ist der Oberbegriff und umfasst auch Sehnenansatzreizungen, Knorpelschäden oder Schleim­beutel­entzündungen.
Bei leichten Beschwerden kann eine konsequente Entlastung und Anpassung der Belastung ausreichen. Wird die Ursache aber nicht erkannt und verändert, kehren die Schmerzen in der Regel zurück. Eine gezielte Diagnostik hilft, den richtigen Ansatz zu finden.
Die Stoßwellen­therapie kann besonders bei chronischen Sehnenreizungen und Sehnenansatzentzündungen die Heilung unterstützen. Ich führe sie in der Ordination durch; sie ist in der Regel gut verträglich.
Nicht unbedingt. Oft reicht es, die Belastung vorübergehend zu reduzieren oder die Technik anzupassen. Ich bespreche mit Ihnen, welche Aktivitäten möglich bleiben und wann eine Pause sinnvoll ist.
Bei der Ellen­verkürzung kürze ich die Elle operativ, um ein Missverhältnis zwischen den beiden Unterarmknochen zu korrigieren. Das kann sinnvoll sein, wenn eine sogenannte Ulna-Plus-Variante Überlastungsschmerzen am Hand­gelenk verursacht.
Ich bin Wahlarzt. Sie bezahlen das Honorar direkt und reichen die Rechnung bei Ihrer Krankenkasse ein; bei privater Zusatzversicherung ist häufig eine vollständige Rückerstattung möglich.