Medizinisch geprüftDie medizinischen Inhalte dieser Seite wurden von OA Dr. Philipp Reb, MSc geprüft.
Knochenmarködem
Auf einen Blick
Flüssigkeitsansammlung im Knochen von Hand oder Handgelenk
Beim Knochenmarködem (Knochenödem) sammelt sich vermehrt Flüssigkeit im Knochenmark an, was zu belastungsabhängigen Schmerzen führt. Betroffen sind häufig Handwurzelknochen oder der gelenknahe Bereich des Handgelenks. Ich kläre den Befund per Bildgebung ab und stimme die Therapie individuell darauf ab, von der Stoßwellenbehandlung bis zur Dekompressionsbohrung.
Bei einem transitorischen Knochenmarködem kann sich die Flüssigkeitsansammlung unter Entlastung und konservativer Therapie zurückbilden. Bleiben die Beschwerden trotz konservativer Behandlung bestehen, kommt eine Dekompressionsbohrung in Betracht.
Anzeichen
Woran erkennt man ein Knochenmarködem?
Belastungsabhängige Schmerzen im Bereich von Hand oder Handgelenk
Schmerzen auch in Ruhe, besonders nachts
Dumpfer, tief sitzender Schmerz, der schwer zu lokalisieren ist
Schwellung im betroffenen Bereich (nicht immer sichtbar)
Schmerzverstärkung bei Druck auf den betroffenen Knochen
Eingeschränkte Belastbarkeit der Hand beim Greifen oder Abstützen
Hintergrund
Ursachen & Diagnose
Wie entsteht ein Knochenmarködem?
Ein Knochenmarködem kann durch Überlastung, Mikroverletzungen oder Durchblutungsstörungen im Knochen entstehen. Auch nach Knochenbrüchen, Operationen oder bei entzündlichen Gelenkerkrankungen wie Arthritis tritt es auf. Manchmal lässt sich keine eindeutige Ursache feststellen; man spricht dann von einem transitorischen (vorübergehenden) Knochenmarködem.
Wie wird ein Knochenmarködem festgestellt?
Ich frage Sie nach Ihren Beschwerden, dem Verlauf und möglichen Auslösern. In der klinischen Untersuchung zeigt sich häufig ein Druckschmerz über dem betroffenen Knochen. Im Röntgenbild ist ein Knochenmarködem nicht immer sichtbar; das Verfahren der Wahl ist daher die MRT (Magnetresonanztomografie), weil sie die Flüssigkeitsansammlung eindeutig zeigt. Per Ultraschall erkenne ich begleitende Weichteilveränderungen und Gelenkergüsse.
Therapie
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Konservativ
"Ein Knochenmarködem ist auf dem Röntgenbild oft unsichtbar, verursacht aber erhebliche Schmerzen. Wenn die Beschwerden nach einer Verletzung nicht besser werden, lohnt sich der Blick ins MRT, weil sich so die richtige Behandlung gezielt planen lässt."
– OA Dr. Philipp Reb, MSc
Wann zum Arzt
Wann sollten Sie einen Handchirurgen aufsuchen?
Vereinbaren Sie einen Termin, wenn belastungsabhängige Schmerzen in Hand oder Handgelenk über mehrere Wochen anhalten und sich durch Schonung nicht bessern. Treten die Beschwerden auch in Ruhe oder nachts auf oder spüren Sie einen dumpfen Schmerz tief im Knochen, sollte eine weiterführende Diagnostik erfolgen. Auch nach einem vermeintlich verheilten Knochenbruch, der weiterhin Schmerzen verursacht, ist eine Abklärung auf ein Knochenmarködem sinnvoll.
FAQ