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Fasziektomie

Auf einen Blick

Die Fingerbeweglichkeit wiederherstellen

  • Ambulant
  • Plexusanästhesie
  • Handtherapie danach
  • Streckung zurück
Symbol Fasziektomie

Die Fasziektomie ist der operative Standardeingriff bei Morbus Dupuytren. Beim Morbus Dupuytren verdickt sich das Bindegewebe in der Handinnenfläche und zieht die Finger in eine gebeugte Stellung, sodass Sie sie nicht mehr vollständig strecken können. Ich entferne den erkrankten Anteil der Palmarfaszie (der Bindegewebsplatte in der Handinnenfläche), löse so die Kontraktur und stelle die Streckfähigkeit der Finger so weit wie möglich wieder her. Ich empfehle den Eingriff, wenn die Beugekontraktur den Alltag deutlich einschränkt, etwa beim Greifen, Händeschütteln oder Anziehen.

Schritt für Schritt

Ablauf der Operation

1

Betäubung

Der Eingriff erfolgt unter Regionalanästhesie (Plexusanästhesie). Dabei betäube ich nur den Arm, Sie bleiben wach und entspannt.

2

Zugang

Über einen speziell geplanten Hautschnitt eröffne ich die Haut über den betroffenen Dupuytren-Strängen. Die Schnittführung berücksichtigt die spätere Narbenheilung.

3

Faszien­entfernung

Ich präpariere das krankhaft veränderte Bindegewebe frei und entferne die erkrankten Faszienanteile. Nerven und Gefäße stelle ich dabei sorgfältig dar und schone sie. Je nach Ausdehnung sind ein oder mehrere Finger betroffen.

Vor dem Eingriff

Vorbereitung

Befunde

Bringen Sie alle vorhandenen Befunde zum Vorgespräch mit. Röntgenbilder brauche ich nur bei Bedarf.

Medikamente

Besprechen Sie blutverdünnende Medikamente vorab mit mir. Gemeinsam klären wir das richtige Absetzschema.

Nüchternheit

Am OP-Tag müssen Sie nüchtern sein: mindestens sechs Stunden vor dem Eingriff weder essen noch trinken.

Begleitperson

Organisieren Sie eine Begleitperson für den Heimweg. Nach einer Regionalanästhesie sollten Sie nicht selbst Auto fahren.

Gut zu wissen

Weitere Informationen

Aufenthalt

Die Fasziektomie führe ich tagesklinisch (ambulant) durch. Sie können die Klinik am selben Tag wieder verlassen.

Erholung und Ausfallzeit

Rechnen Sie mit einer Ausfallzeit von 6 bis 8 Wochen. Die konsequente Nachbehandlung mit Physiotherapie und bei Bedarf einer Schiene beeinflusst das Ergebnis wesentlich.

Mögliche Risiken

Wie bei jedem handchirurgischen Eingriff gibt es Risiken wie Infektion, Nachblutung, Wundheilungsstörung oder Nervenverletzung. Ich bespreche diese im Aufklärungsgespräch mit Ihnen.

"Morbus Dupuytren ist eine Erkrankung, die langsam fortschreitet. Der richtige Zeitpunkt für die Operation hängt davon ab, wie sehr die Kontraktur den Alltag einschränkt. Das bespreche ich in Ruhe mit meinen Patienten."

– OA Dr. Philipp Reb, MSc

OA Dr. Philipp Reb, MSc
Operatives Team bei einem handchirurgischen Eingriff

Therapieoptionen

Konservativ oder operativ?

Im Frühstadium kann eine Cortisoninfiltration das Fortschreiten der Knoten verlangsamen. Bei fortgeschrittener Kontraktur ist die operative Fasziektomie die Standardbehandlung. Bei bestimmten Patienten kommt als Alternative die Nadelfasziotomie (perkutane Durchtrennung der Stränge) in Frage. Ich bespreche die Optionen mit Ihnen in der Erstordination.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zur Fasziektomie

Wenn die Beugekontraktur den Alltag einschränkt, etwa beim Greifen, Händeschütteln oder Anziehen von Handschuhen. Den richtigen Zeitpunkt beurteile ich in der Erstordination.
In der Regel eine Regionalanästhesie (Plexusanästhesie): Ich betäube nur den Arm.
Ja, ein Rezidiv ist bei Morbus Dupuytren möglich, weil es sich um eine systemische Erkrankung des Bindegewebes handelt. Die Operation behandelt die bestehende Kontraktur, heilt die Erkrankung aber nicht.
Ich operiere am AUVA-Traumazentrum Lorenz Böhler oder in einem der Belegspitäler in Wien.
In der Regel ja. Ich erstelle Ihnen einen individuellen Nachbehandlungsplan, abgestimmt auf den Eingriff und Ihre persönliche Situation.
Ich bin Wahlarzt. Die Operationskosten besprechen wir vorab transparent; bei privater Zusatzversicherung ist häufig eine vollständige Rückerstattung möglich.